1: Tach, Thüringen, Twitter

Es ist geschafft, meine Lieben.

Die erste Folge von Ennoying ist im Internet und freut sich auf eure Ohren. Sehr aufgeregt war ich, weshalb ich deutlich mehr abgelesen habe als geplant. Hier gibt´s den Podcast im Web-Player und alle Links für die entsprechenden Softwares, sobald diese erreichbar sind. In den Shownotes habe ich euch zudem eine kurze Zusammenfassung aufgeschrieben und angesprochene Inhalte verlinkt.

Über eure Meinung und Themenvorschläge würde ich mich sehr freuen. Schreibt mir unter ennoeidens@posteo.de und benehmt euch, damit der knallharte Spamfilter von Posteo eure Mail nicht abweist. 😉

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1: Tach, Thüringen, Twitter

Vielen Dank, dass ihr euch auf dieses Experiment einlasst. Ennoying soll eine Plattform für Diskurs und Neugier sein. Ziel ist, mehr über die Meinung der anderen zu lernen und dabei auch mit sich selber ins Gespräch zu kommen. Dafür gibt es keine festen Formate. Ich werde Themen besprechen und mir dazu Meinungen von anderen Menschen einholen und diese vorstellen. Manchmal bin ich mir meiner Meinung sicher, manchmal nicht. Sobald sich die ersten Menschen drauf einlassen, wird es hier auch Interviews und andere Debattenformate geben können. Bis dahin müsst ihr euch mit meiner Stimme begnügen. Viel Spaß!

In dieser ersten Folge habe ich mich mit der „Thüringen-Krise“ beschäftigt. Mich haben das Führungspersonal der demokratischen Parteien sowie die teils übertriebenen Proteste gegen die FDP gestört. Dazu habe ich mir die Meinung einer alten Kollegin eingeholt, die mehr Verständnis für diese Proteste hatte. Dazu nochmal ganz klar: die Wahlannahme Kemmerichs war ein moralisches Versagen und ein Verrat jeglichen liberalen Ideals. Nur einige Formen des Protests, haben mich gestört, weil ich sie für nicht besonders sinnvoll im Kampf gegen die AfD halte.

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Das zweite Thema ist der Hamburger Politiker Tom Radtke, der im Januar eine erste persönliche Öffentlichkeitskrise verursacht hat und dadurch Aufmerksamkeit erfährt. Radtke führt einen extrem skurrilen und polarisierenden Wahlkampf für die kommende Bürgerschaftswahl. Stichwort: Klimaholocaust. Auf Twitter beobachtet man einen jungen Mann, der fast paranoid auf Kritik an seinen öffentlichen Äußerungen reagiert. Nun steigert er sich immer weiter in diesen wahnähnlichen Wahlkampf für die kommende Bürgerschaftswahl in Hamburg und unterhält damit vor allem die europäische Rechte. Martin Laschyk hat die ganze Geschichte im Volksverpetzer sehr gut zusammengefasst. Ich halte das ganze Thema für ein sehr gutes Lehrstück in Sachen Trolling und rechtem Netz-Zynismus und habe es deshalb angesprochen.

Dazu passt das Buch „Die digitale Gegenrevolution“ von Angela Nagle. Der Untertitel „Online-Kulturkämpfe der Neuen Rechten von 4chan und Tumblr bis zur Alt-Right und Trump“ beschreibt eindeutig, worum es hier geht. Nagle zeichnet ein sehr ausführliches Bild des Kulturkampfs im Netz und wie vor allem Rechte es schaffen, sich darin zu behaupten.

Für die nächste Folge am 23. Februar möchte ich mich mit Gewalt, Games und Sex beschäftigten. Es wird also etwas bunter als heute. Ich freu mich!

Bis dahin, euer Enno.