Episode 17: Rassismus ist anstrengend

Proteste gegen Rassimus und Polizeigewalt in Hamburg

Heute reden wir über Rassismus. Ja, das ist anstrengend. Warum das kein Argument ist und welche seltsamen Aussagen zu dem Thema mich noch nerven – in dieser Episode.

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NdM-Glossar Wörterverzeichnis der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) mit Formulierungshilfen, Erläuterungen und alternativen Begriffen für die Berichterstattung in der Einwanderungsgesellschaft.

„20 Empfehlungen, um weniger rassistisch zu sein“ – von Vanessa Vu, Amna Franzke und Hasan Gökkaya bei Zeit Campus

Aminata Touré auf Twitter– Vizepräsidentin & Abgeordnete in Schleswig-Holstein

„Diskriminierung fühlt sich schlecht an? Ach, dann lassen wir das. Aber: Rassismus ist nicht falsch, weil er Menschen verletzt. Er ist verletzend, weil er falsch ist.“Kolumne von Alice Hasters, Zeit Online – „More than a feeling“

Sprechen im deutschen Fernsehen die Richtigen über Rassismus? Wir haben zwei Expertinnen gefragt: die Deutsche Céline Barry und die US-Amerikanerin Priscilla Layne.“Interview von Jana Luck und Stella Männer bei Zeit Campus

„Wie wir mit unseren Kindern über George Floyd sprechen können“ – Die Antirassismus-Trainerin Tupoka Ogette im Gespräch mit Julius Stucke beim Deutschlandfunk Kultur.

Dieser Beitrag von Tupoka Ogette, in dem Sie sich an Medienmachende richtet:

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Ich erhalte dieser Tage hunderte Presseanfragen. So wie alle meine Kolleg*innen. Die meisten beginnen mit: „ Gibt es Rassismus in Deutschland und was sind Ihre Rassismuserfahrungen.?“ No.I.AM.DONE. Wir hängen in Deutschland immer wieder in der gleichen elenden Endlosschleife. Ich wurde mit exakt diesen Fragen angerufen nach Hanau, nach Chemnitz. Jedes verdammte Mal kommen die gleichen Fragen. Guess what: Es ist rassistisch zu fragen, ob es in Deutschland noch Rassismus gibt. Es ist ein Schlag ins Gesicht jeder einzelnen BIPOC Person, die in diesem Land mit Rassismus zu kämpfen hat. Es ist ein Hohn für alle Eltern, die ihre Schwarzen Kinder oder Kids of Color abends ins Bett bringen, wohl wissend, dass sie ihre Kinder nicht vor Rassismus schützen können. Es ist ein Spucken auf die Gräber von A. Adriano, O.Jalloh, W. Mbobda, oder die mehr als 183 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990. Es ist Ignoranz gegenüber Organisationen und Einzelpersonen, die seit Jahren rassismuskritische Arbeit in Deutschland leisten. Und die voyeuristische Erwartung, dass wir wieder und wieder unsere schmerzhaften Erfahrungen erzählen, in einer Art „racism-porn“. Das wir in die Bringschuld sollen, beweisen sollen, uns nackt ausziehen und unsere Narben preisgeben. Nur damit eine Frau Maischberger, eine Anne Will oder ein Markus Lanz dann darüber fachsimpeln können ob unsere Erfahrungen legitim seien? Nur um dann nach kurzer Zeit achselzuckend wieder in ein kollektives Vergessen zu fallen und bei dem nächsten rassistischen Mord die gleichen Fragen zu stellen. Ich hätte Lust zu verzweifeln. Wären da nicht die wenigen aber immer mehr werdenden Anfragen von Journalist*innen, die neue – progressivere Fragen stellen. Zum Beispiel, was wir tun können, um als Gesellschaft rassismuskritischer zu werden. Wie wir mit Kindern über Rassismus sprechen können oder wie wir als Gesellschaft eine Gesprächskultur entwickeln können, die uns aus dieser Endlosschleife rausbringt. Und wären da nicht die vielen vielen Menschen, die sich als Individuen auf die so wichtige rassismuskritische Reise begeben. Ihr gebt mir Hoffnung. An Euch denke ich. Euch danke ich.

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Damit hat die Suche noch nicht aufgehört. Sucht nach Büchern über Rassismus, sucht nach den Erfahrungen der Betroffenen und seid bereit für eine lange Reise. Denn nur nicht-rassistisch zu sein, reicht nicht. Wir müssen anti-rassistisch sein.

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